Samstag, 24. November 2018

24.11.2018 - Die Servolenkung wird überholt und abgedichtet



Die Servolenkung hatte einen sehr hohen Ölverlust, daher habe ich für Pumpe und das Lenkgetriebe Dichtungssätze bestellt um die Lenkung komplett neu abzudichten. Der Ausbau der Lenkung war etwas schwierig, da die Verschraubungen teilweise sehr fest saßen.
Der Arm der Lenkung ließ sich nicht abziehen, sondern es musste erst Platz geschaffen werden, um das Getriebe rauszubekommen
Letztendlich ließ es sich doch ausbauen, ohne die Vorderachse absenken zu müssen
Nach dem Zerlegen musste die Hydraulik Unterstützung noch ausgebaut werden, über die Zahnstange wird die Lenkung unterstützt










Alle Teile sind nun zerlegt und im Benzinbad gereinigt
Ein kompletter Dichtsatz steht nun zum Einbau bereit
Die Dichtflächen habe ich alle noch einmal nachpoliert, so dass die Dichtungen auch gut abdichten
Auf die Lenkschnecke mussten neue Teflon Dichtungen aufgebracht werden, hierüber werden die einzelnen Lenkwinkel gegeneinander abgedichtet
Die Laufflächen des Servo Zylinders weisen leichte Beschädigungen auf, wahrscheinlich durch Verschmutzungen im Öl oder durch Wasserablagerungen. Auch diese habe ich - soweit möglich - auspoliert
Leider waren die Laufriefen nicht 100 % zu beseitigen, aber mit den neuen Dichtringen und Teflon Ringen sollte das eigentlich soweit alles wieder dicht werden. Ich habe mit feinem Schleifpapier die Übergänge soweit wieder gut glätten können
Die Pumpe ist wieder zusammengebaut und das Spiel aller Komponenten wider korrekt eingestellt. Die Lager liefen teilweise etwas zu schwer, so dass ich das mit Distanzscheiben neu einstellen musste. 
Das Spiel zwischen Zahnstange und Servo Zylinder wird durch die äußere Stellschraube justiert 
Alle Stutzen wurden abgeklebt um die Lenkung noch final wieder zu lackieren
Die Pumpe ist jetzt neu lackiert und fertig für den Einbau. Vorher werde ich aber noch alle Staubkappen der Kugelgelenke  prüfen bzw. erneuern und auch die Servoschläuche neu anfertigen lassen. Möglichst nur einmal anfassen.

Samstag, 18. August 2018

18.08.2018 - Der Scheibenwischer Motor wird überholt

Nachdem der Scheibenwischer immer langsamer lief, ist er jetzt final stehengeblieben. Vorsichtshalber habe ich mich mal im Werkstatthandbuch schlau gemacht wie das Ding aufgebaut ist. Das ist eine echt englische Ingenieurs Meisterleistung. Ruhstellung nach Rückwärtslauf des Motors durch verstellbaren Kolbenhub, 5 poliger elektrischer Anschluss mit undurchsichtiger Belegung und eine Fernsteuerung der Scheibenwischer durch eine Seele, die die Wischerarme betätigt. Reichlich komplex für einen einfachen Scheibenwischermotor. Ich wollte erst einen überholten Motor aus dem Internet beschaffen, aber mit der von mir benötigten Übersetzung war nichts zu bekommen. Daher musste ich selber das Ding überholen.




Vorsichtshalber habe ich erst einmal die Kabel beschriftet und ein Photo vor dem Zerlegen erstellt. Das sollte sich später als wichtig erweisen.


Beim Abnehmen des Motor Gehäuses vom Getriebe hat sich dann das ganze Elend gezeigt: Eine Kohle war defekt und hat den gesamten Kommutator beschädigt, die Halterungen der Kohle haben sich ganz eingeschliffen.



Hier ist eine größere Operation notwendig - Lagerung und mechanische Steuerung gangbar machen, Kollektor abdrehen, Kohlenhalterungen ersetzen und die Durchführungen der Kabel wieder mit ordentlichen Gummis abdichten. Als Erstes muss die gesamte Mechanik zerlegt, gereinigt und auf Schäden untersucht werden.



Das Nylon Zahnrad war noch in einem ordentlichen Zustand und kaum verschlissen


Der Schubhebel hat schon einiges an Verschleiss bei den Mitnehmern, die Mechanik für die Endabschaltung war festgerostet, die Kontakte und Verkabelung aber noch in gutem Zustand und das konnte alles gerettet werden



Die Endabschaltung wurde gereinigt und vorjustiert, der Versteller wieder gangbar gemacht.



Die Lager und Gehäuseteile gereinigt und auf Verschleiß mit der Kollektorwelle überprüft



Die Exzenter Mechanik war eine echte Herausforderung - Die Scheibe auf dem Exzenter war Mitnehmer und Anschlag zugleich und start verschlissen. Hier musste ich aus einem Blech eine neue Scheibe anfertigen, auf die Schnelle war da nichts zu beschaffen.




Die  Spule für den Elektromagneten konnte gereinigt werden und war ganz intakt.



Die Oberflächen wurden gereinigt und lackiert, damit sie nicht gleich wieder verrosten. Den Kollektor habe ich auf der Drehmaschine leicht abgezogen, so dass er wieder rund läuft. Die Kerben habe ich nicht abgedreht, da die Kohlen innerhalb der Kerben laufen und damit nicht beeinträchtigt waren. Das hätte zu viel Material bedeutet, was dann abgedreht werden müsste.



Das Gehäuse habe ich dann auch gleich "schön" gemacht, innen mit Silber und außen schwarz lackiert - das kann sich jetzt auch wieder sehen lassen.



Jetzt das Ganze zum Probelauf gut gefettet und zusammengebaut - leider ging das dann alles nicht mehr wie gewünscht. Meine schön mit Schildchen beschrifteten Kabel haben leider bei der Reinigung im Benzinbad ihre Nummerierung verloren. Jetzt kam der oben gezeichnete Schaltplan zum Einsatz und aus der logischen Funktion der Drähte mussten die richtigen Verbindungen zusammengesetzt werden, da die Farben auf den Kabeln auch nicht mehr erkennbar waren.



Also wieder alles zerlegen um die Kabel Farben aus der Funktion herauszufinden. Dafür habe ich systematisch die Kontakte unterbrochen (Hier im Bild die Kohlen) um die genauen Kabel zu finden - denn der Widerstand war in die Wicklung der Magnetspule mit eingewickelt und ansonsten nicht herauszufinden. Die neuen Kohlen wurden mit den Armen und neuen Federn geliefert - die gab es wirklich noch als original Lucas Zubehör - dank Ebay.



Jetzt habe ich die Kabel noch einmal neu beschriftet und danach war einwandfreie Funktion gegeben. Jetzt musste ich nur noch die Endschalter justieren, dafür wurden die Scheibenwischer auf Seidenpapier gelegt, damit sie leicht über die Scheibe gleiten können.

Fertig - aber das war insgesamt doch wieder eine Woche Arbeit bis alles lief. Dafür ist der Wischer jetzt auch nicht mehr nur im Schneckengang zu betreiben, sondern wieder echt flott.

Donnerstag, 10. November 2016

10.11.2016 - Die Uhr und der Drehzahlmesser werden überholt

Auch der MK2 hatte das leidige Problem, dass die Uhr im Drehzahlmesser nicht funktioniert hat. Inzwischen habe ich beim Umbau der Uhren auf eine elektronische Steuerung ja schon genügend Übung, da das bereits der 3. Drehzahlmesser war, den ich umgebaut habe.

Das Ziffenblatt musste von der Mechanik gelöst werden - die kleinen Schrauben sind oft festgerostet und es macht Sinn, die im Vorfeld etwas mit Rostlöser einzusprühen
Die ganzen Teile wurden ausgebaut - einiges bleibt am Ende übrig

Jetzt die Vorbereitung zum Zusammenabau

Die Elektronik wurde verbaut, die Unruh wird über eine optische Zelle gesteuert, um die Magnetimpulse zu erzeugen

Dafür wird ein Aufkleber auf die Unruh korrekt aufgebracht

Jetzt alles weiter zusammenbauen

Die Magnetspule wurde wieder neu isoliert

Der Anschluss mit einem Schrumpfschlauch neu isoliert

Die Rückseite bekommt wieder die Isolation

Der Umbau ist abgeschlossen und die Uhr kann wieder in den Drehzahlmesser eingebaut werden.

Die Brezel des Drehzahlmessers wurde auf neue Pappdichtungen gesetzt und ebenfalls neu lackiert

 

Zum Abschluss habe ich die Uhr ein paar Tage an ein Netzteil gehängt, damit sie sich wieder einlaufen kann und genau justiert wird. Das dauert ein paar Versuche und je länger sie einlaufen kann, desto genauer ist sie später, denn es ist lästig zum Nachjustieren den Drehzahlmesser jedes Mal wieder auszubauen.